Im Kino: Greenbook

Was macht ein begna­de­ter Pia­nist mit afro­ame­ri­ka­ni­schen Wur­zeln  (Mahers­ha­la Ali), der auf Tour­nee durch die US-ame­ri­ka­ni­schen Süd­staa­ten auf­bricht? Genau, er heu­ert einen bekann­ten Schlä­ger und Tür­ste­her mit Ita­lo-Ame­ri­ka­ni­scher Her­kunft und rus­ti­ka­lem Auf­tre­ten an — gespielt von Viggo Mor­ten­sen. Ein Film der von Gegen­sät­zen lebt. Dort die Ras­sen­tren­nung, dane­ben die auf­ge­klär­ten USA. Ein Schwar­zer, der sich von einem Weis­sen chauf­fie­ren lässt. In den 60er Jah­ren ist das Nähr­bo­den für Res­sen­ti­ments, Aggres­si­on, Vor­ur­tei­le und Ableh­nung.

Ein Film, der gna­den­los ist, aber auch wit­zi­ge und schö­ne Momen­te hat. Getra­gen von bril­lan­ten Haupt­dar­stel­lern und einer Geschich­te, die noch gar nicht so lan­ge zurück liegt und auf­zeigt, dass damals eben nicht alles bes­ser war. Aber es gab Per­so­nen, die es bes­ser gemacht haben als die meis­ten ihrer Zeit­ge­nos­sen. Ein Film gegen das Schwarz-Weiss-Den­ken.

Green­book hat zurecht viel Beach­tung erfah­ren und den Gol­den Glo­be gewon­nen als bes­te Komö­die. ist damit eine Emp­feh­lung. Am bes­ten als Ori­gi­nal mit Unter­ti­teln im Metro­po­lis am Ebertplatz.

Ab Don­ners­tag jeweils 16.30 Uhr und 18.45 Uhr.