Wie Sie sehen, sehen Sie nix…

Viel­leicht wäre bald nur noch das Logo der welt­gröss­ten Enzy­klo­pä­die zu fin­den und einer der wich­tigs­ten Zugän­ge zu frei­em Wis­sen ver­sperrt.

…,damit Sie wie­der etwas sehen, soll­ten Sie Initia­ti­ve zei­gen. Ja, die Poli­ti­ker sind vom Volk gewählt und sind die Inter­es­sen­ver­tre­ter ihrer Wäh­ler. Aber manch­mal schei­nen Sie nicht in aller Kon­se­quenz dar­an zu den­ken. Des­halb ist jetzt Eigen­in­itia­ti­ve gefragt. Wiki­pe­dia — und wer benutzt die freie Enzy­klo­pä­die nicht? — zeigt es ganz dras­tisch. Sie hat sich selbst abge­schal­tet, um dar­auf hin­zu­wei­sen, was pas­siert, wenn das neue Urhe­ber­recht ohne wei­te­re Prü­fung in die­ser Form in Kraft tritt.

Nix mehr zu sehen

Sie als Leser die­ses Blogs und als Inter­net­sur­fer wür­den nix mehr oder nur noch einen ganz klei­nen Teil sehen von Wiki­pe­dia. Der Zugang zum frei­en Wis­sen wäre ver­sperrt. Schwarz, Sack­gas­se, das Ende des Inter­nets wäre erreicht. Wol­len wir das wirk­lich? Wer sich schon damit beschäf­tigt hat, soll­te nun selbst initia­tiv wer­den. Wiki­pe­dia zeigt dazu ein paar Mög­lich­kei­ten auf. Unter ande­rem wäre das Anschrei­ben des zustän­di­gen EU-Abge­ord­ne­ten eine Mög­lich­keit. Denn im EU-Par­la­ment wird über das neue Urhe­ber­recht abge­stimmt. Eine Lis­te der Par­la­men­ta­ri­er ist online abruf­bar. Oder hier als pdf down­load­bar.

Urheberrecht wichtig

Unge­fragt bleibt das Urhe­ber­recht eines der wich­tigs­ten Instru­men­te in unse­rer Gesell­schaft. Wer etwas geis­tig schöpft oder sich aus­denkt und ver­öf­fent­licht, soll­te, je nach Lizenz, gefragt wer­den, ob die­se Inhal­te auch von ande­ren genutzt wer­den dür­fen. War­um dar­auf hin­ge­wie­sen wer­den muss, bleibt schlei­er­haft.

Creative Commons

Die Inhal­te von die­sem Blog sind es auch — also urhe­ber­recht­lich geschützt. Sie ste­hen unter Crea­ti­ve Com­mons — Lizenz, die Inter­es­sier­te dazu berech­tigt — unter Hin­weis der Quel­le (Name des Blogs und Ver­lin­kung, bzw. Nen­nung der URL) — für sich zu nut­zen.

Wer sich ins The­ma wei­ter ein­ar­bei­ten möch­te oder bes­ser infor­miert sein möch­te, dem sei­en die kri­ti­schen Arti­kel von Sascha Lobo aus Spie­gel Online ans Herz gelegt.